Fachinformationen für Ärzte

Hypertonie betrifft rund ein Drittel (20 Millionen) aller Erwachsenen in Deutschland und über 1 Milliarde Menschen weltweit.[1]

Bluthochdruck ist gemeinsam mit abdomineller Adipositas, der Hypertriglyzeridämie und einer gestörten Glukosetoleranz Bestandteil des „tödliches Quartetts“. Zusammen werden sie als metabolisches Syndrom bezeichnet und sind stark mit mangelnder Bewegung und einer jahrelangen ungesunden Ernährung assoziiert.

In Deutschland entfallen ein Drittel der gesamten Gesundheitsausgaben auf solche ernährungsbedingten Erkrankungen und deren Folgen. Im Jahr 2014 betrugen die durch falsche Ernährung verursachten Kosten rund 109 Milliarden Euro oder 3,7% des BIP.[2]

Speziell auf Hypertonie entfallen dabei über 9 Milliarden Euro direkte Kosten nur für Medikamente, zu denen noch ein Vielfaches der Summe durch indirekte Krankheitskosten wie Folgeerkrankungen, Rehamaßnahmen, Arbeitsausfällen und Frührente kommt.[3]

Daher macht es mit Hinblick auf die Ausgaben des deutschen Gesundheitssystems viel Sinn, hier eine kostengünstige und gesunde Alternative zur Therapie mit Medikamenten zu finden.

Sacks et al. konnten nachweisen, dass eine Diät nach dem DASH-Prinzip (Dietary Approach to Stop Hypertension) mit viel frischem Obst, Gemüse, Nüssen und fettarmen Milchprodukten, gelegentlichem Verzehr von weißem Fleisch und Fisch und dem Verzicht auf Softdrinks, Süßigkeiten und rotes Fleisch signifikant den Blutdruck senken konnte. Systolisch um 11mmHg und diastolisch um 6mmHg, und das innerhalb von einem Monat.[4] Zahlreiche Studien konnten anschließend diesen blutdrucksenkenden Effekt bestätigen.[5], [6], [7], [8]

Es besteht eine kontinuierliche Beziehung von den Blutdruckwerten zur Inzidenz kardiovaskulärer Ereignisse, einschließlich Schlaganfall, Myokardinfarkt, plötzlicher Herztod, Herzinsuffizienz und peripherer arterieller Verschlusskrankheit sowie terminaler Niereninsuffizienz. [9]

Die Effekte bereits geringer Blutdrucksenkungen sind enorm:

Beispielsweise senkt jede Erniedrigung des systolischen Blutdrucks um 10mmHg bis zu einem Wert von 115mmHg das Schlaganfallrisiko um 1/3 (60.-79. Lj.)[10], bei jüngeren Patienten ist der Effekt noch stärker ausgeprägt.[11]

Neben dem allgemeinem DASH-Prinzip existieren Tausende weitere medizinische Studien, in denen die Effekte einzelner Nährstoffe auf den Blutdruck untersucht wurden.

Wir versprechen uns durch die Kombination der Grundsätze der DASH-Diät mit diesen wissenschaftlichen Erkenntnissen ein hohes Potential unserer Ernährungs-Empfehlungen.

So setzt unser Algortithmus nicht einfach viel Gemüse und Obst auf den Speiseplan wie die DASH-Diät, sondern exakt die Sorten in der Menge, mit dem die erforschten Nährwertbedürfnisse von Hypertonikern optimal gedeckt werden.

Laut der aktuellen Leitlinie zur arteriellen Hypertonie von 2014 ist „der größte Nachteil (einer Lebensstiländerung) die geringe Adhärenz über längere Zeiträume. Besondere Aufmerksamkeit ist deshalb erforderlich, um die Adhärenz zu verbessern.“[12]

Der Ulmer Psychologie-Professor Christian Montag fand heraus, dass der durchschnittliche Smartphone-Nutzer 88 Mal pro Tag auf sein Handy schaut und es abhängig vom Geschlecht 154-166min täglich nutzt.[13]

Unserer Meinung gibt es somit keinen besseren Weg die Patienten zu erreichen und ihre Adhärenz zu steigern als über unsere jederzeit verfügbare, dynamisch arbeitende App.

[1] WHO (2013)

[2] Statistisches Bundesamt (2016a), Meier et. al (2015)

[3] Statistisches Bundesamt (2016b)

[4] Sacks (2001)

[5] Siervo (2015)

[6] Ndanuko (2016)

[7] Schwingshackl (2015)

[8] Saneei (2014)

[9] Deutsche Hochdruckliga (2014a) https://www.hochdruckliga.de/tl_files/content/dhl/downloads/2014_Pocket-Leitlinien_Arterielle_Hypertonie.pdf, S. 6

[10] Lawes et al. (2004)

[11] Lewington et al. (2011)

[12] Deutsche Hochdruckliga (2014b) https://www.hochdruckliga.de/tl_files/content/dhl/downloads/2014_Pocket-Leitlinien_Arterielle_Hypertonie.pdf, S. 28

[13] mehr Infos auf www.menthal.org